in Container befinden sich

Schadstoffe

Beim Betreten von begasten Containern oder Importcontainern, ohne ausreichende vorherige Lüftung, können Personen gefährdet sein, denn nicht selten enthalten die Frachtcontainer aus Übersee Begasungsmittel-Reste und Industriechemikalien (VOC, SVOC) in Konzentrationen, die die jeweiligen Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) oftmals deutlich überschreiten. Diese Gaskonzentrationen stellen bei einmaliger oder besonders bei mehrmaliger Aufnahme eine akute Gesundheitsgefährdung dar. Beim Öffnen, Inspizieren, Begehen oder Entladen begaster Transporteinheiten können deshalb Gesundheitsgefährdungen für Ihre Mitarbeiter oder sogar Dritte (Zollbeamte, Quarantäneinspektoren etc.) resultieren. Oftmals fehlt auch die Kennzeichnung begaster Container als Gefahrguttransport oder die durchgeführte Begasung ist in den Transportunterlagen nicht aufgeführt. Die Öffnung der Container erfolgt dann ahnungslos und ohne Schutzausrüstung.

Alarmsignal Gerüche
Ist ein Container geöffnet, sollten die Personen unbedingt auf den Geruch achten: Blausäure riecht nach Bittermandeln, Formaldehyd und Ammoniak riechen stechend. Ebenfalls besondere Vorsicht ist angesagt, wenn es eine knoblauchartige Geruchswelle gibt. Dieser Geruch kann von Phosphorwasserstoff stammen – ein Geruch, der erst wahrnehmbar ist, wenn die Konzentration weit über dem zulässigen Grenzwert für gefährliche Arbeitsstoffe am Arbeitsplatz liegen. Ist der Stoff zu riechen, wird also von einer Gesundheitsgefahr ausgegangen.

Genauso wichtig wie das Bewusstsein für verdächtige Container und Gerüche, ist das Wissen um das richtige Verhalten im Falle eines Falles. Unter anderem sollten Unternehmen hier in die Betriebsanweisung den Text „Container nicht betreten beziehungsweise verlassen, verschließen und erforderlichenfalls sichern“ aufnehmen. Fazit ist: Auch wenn sich mit diesen Maßnahmen wohl auch weiterhin nicht alle betroffenen Container aufspüren lassen, so sind sie doch trotzdem ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu erzielen. In den Häfen findet man viele Container ohne Begasungs-Kennzeichnung. Solche Gefahrgut-Container verlassen den Terminal und werden zum Endabnehmer oder einer Spedition im Hafen gefahren. Dort werden diese Container, wenn ein Begasungszertifikat dem Empfänger vorliegt, nach kurzem Lüften – ohne Freimessungen – entladen. Liegt kein Begasungszertifikat vor, entfällt das Lüften. PH3-Beutel, die zwischen der Ladung gefunden werden, werden meist in die Umgebung geworfen. Waren diese Beutel noch nicht ausgegast und wurden feucht, kam es gelegentlich zu Selbstentzündungen dieser Begasungsbeutel. Bei einer Spedition tauchte man diese Beutel zwar in ein Wasserfass,dieses stand jedoch im Sozialraum der Firma. Verlassen solche Gefahrgut-Container den Hafen, so hat der Zoll die Möglichkeit die Waren zu kontrollieren. Die Zöllner haben früher solche Container – ohne gewarnt zu werden – geöffnet, heute werden solche Container vorher auf Restgase hin untersucht und bei zu hohen Werten müssen diese Container von Begasungsfirmen freigemessen werden, bevor sie erneut vom Zoll kontrolliert werden. Das gleiche Problem hat die Amtliche Pflanzenbeschau. Auf Grund des internationalen Standards für pflanzengesundheitliche Maßnahmen (ISPM) Nr. 15 muss Verpackungsholz gegen Schädlinge behandelt sein. So werden u. a. Steine und Maschinenteile auf Holzpaletten mit behandelt, im Ausland geschieht dies in der Regel mit Methylbromid. Es wurden z.B. sogar Container, in denen Pappkartons mit Rosinen- bzw. Orangensaft in Tetrapaks auf Holzpaletten standen, mit Methylbromid begast.

Gegebenenfalls kann es auch zwingend erforderlich werden, die Schadstoff-belastete oder kontaminierte Ware aus den Containern zur Entlüftung und Dekontamination zu entladen. Dies kann vor Ort (Containerhafen, Containerumschlagsplatz, Containerbegasungsplatz) erfolgen oder in unserem Dekontaminationszentrum.
Abschließend erhalten Sie ein Freimessungsprotokoll bzw. eine Freigabebescheinigung (“Unbedenklichkeitsbescheinigung”).

  • Kontrollmessungen nach TRGS512 mit Freigabe-Bescheinigung (für Begasungsmittel wie Phosphorwasserstoff, Formaldehyd, Sulfuryldifluorid, Methylbromid)
  • Schadstoff-Messungen nach TRGS900 mit Protokoll (die 50 am häufigsten vorkommenden Industrie-Schadgase)
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