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Methylbromid

Begasungsverfahren zum schutz von Waren

Freigabe von Methylbromid

Begaste und belüftete Versandbehälter können hohe Konzentrationen an giftigem Methylbromid (MeBr) enthalten. Diese Anleitung richtet sich an Arbeitgeber und skizziert Sicherheitsmaßnahmen zur Reduzierung der MeBR-Werte in Behältern.

Problem

Versandbehälter, die begast und belüftet werden, können aufgrund schlechter Entlüftungsverfahren, Desorption oder Einschluss des Gases in der Verpackung immer noch hohe MeBr-Konzentrationen enthalten. Dies kann ein Risiko für die Gesundheit und Sicherheit der am Auspacken dieser Behälter beteiligten Personen darstellen.

Risiken

MeBr beeinflusst das zentrale Nervensystem. Abhängig von der Höhe der Exposition kann das Einatmen von MeBr Folgendes verursachen:

  • Schwindel
  • Schläfrigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Brechreiz
  • verschwommene Sicht
  • Taubheit
  • Zittern
  • Sprachfehler

Die Exposition gegenüber sehr hohen Konzentrationen kann ein Lungenödem (Flüssigkeit in der Lunge) verursachen, da MeBr ein Reizstoff ist. Chronische Expositionen können auch verschiedene andere Organe beeinträchtigen.

Der nationale berufliche Expositionsstandard für MeBr beträgt 5 Teile pro Million (ppm), gemittelt über 8 Stunden.

Risiken kontrollieren

Dieses Dokument enthält Gesundheits- und Sicherheitsleitlinien für Arbeitgeber, wie sie die Risiken kontrollieren können, die mit MeBR-Konzentrationen in begasten Versandcontainern verbunden sind. Dieses Dokument enthält keine Anleitung zur sicheren Begasung des Containers.

Das Risiko für Mitarbeiter, die Versandbehälter mit hohen Konzentrationen an Methylbromid (MeBr) auspacken, muss soweit wie möglich beseitigt oder verringert werden. Dies kann durch folgende Sicherheitsmaßnahmen erreicht werden:

  1. Bereiten Sie den Behälter vor dem Einbringen des Begasungsmittels vor, indem Sie:
    • ausreichend Platz zwischen den Packstücken für die Luftzirkulation sicherstellen, um die Belüftung des Containers zu erleichtern (z. B. Umpacken auf Paletten)
    • Auspacken des Containers und Begasen als Less Than Container Load (LCL)
    • Löcher in die Verpackung oder Schrumpffolie bohren, um zu verhindern, dass Begasungsmittel eingeschlossen wird.
  2. Richten Sie eine mechanische Belüftung innerhalb des Behälters ein, um das MeBr während der Begasung zu zirkulieren und den Behälter nach Abschluss der Begasung zu entlüften.
  3. Stellen Sie Probenahmerohre innerhalb des Containers auf (mindestens 1,5–2,0 Meter von der Tür entfernt), um den MeBr-Pegel während der Begasung und beim Leeren des Containers zu überwachen.
  4. Begasen Sie den Behälter wie vom australischen Quarantäne und Inspektionsdienst (AQIS) vorgeschrieben.
  5. Belüften Sie den Behälter nach Abschluss der Begasung mit natürlicher und/oder mechanischer Belüftung (Blasen oder Absaugen), bis der MeBr-Gehalt weniger als 5 ppm beträgt.

Belüftung

Mechanische Belüftung wird empfohlen, wenn der Behälter dicht gepackt ist, stark absorbierendes Material vorhanden ist oder Verpackungen vorhanden sind, die das Begasungsmittel einschließen können.

  1. Schalten Sie vor dem Testen auf MeBr jegliche mechanische Belüftung aus und lassen Sie den Behälter mindestens 30 Minuten stehen, um eine Desorption oder Diffusion durch die Verpackung zu ermöglichen.
  2. Testen Sie den Behälter auf MeBr mit geeigneten Geräten, die weniger als 5 ppm nachweisen können.
  3. Wenn MeBr-Werte von mehr als 5 ppm festgestellt werden, wiederholen Sie den Beatmungsprozess, bis ein Wert von weniger als 5 ppm erreicht wird.
  4. Stellen Sie Informationen bereit, um das Transportunternehmen und den Endverbraucher zu warnen, dass der Container mit MeBr begast und belüftet wurde, und die zu treffenden Vorsichtsmaßnahmen durch:
    1. Anbringen eines Begasungswarnhinweises über Containertüren 
    2. Ausstellung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Angabe des Datums der Beatmung, der Uhrzeit und des erreichten sicheren MeBr-Werts (weniger als 5 ppm).